Webdesign aus dem Mittelalter?

Kann Fibonacci uns beim Design helfen?

veröffentlicht am: 10.09.12, Autor: Peter Scheel

Kann Fibonacci uns beim Design helfen Im Webdesign steht man oft vor der Aufgabe, Flächen nach einem bestimmtem Muster zu unterteilen, ein Logo stimmig zu platzieren, oder das gesamte Layout zu strukturieren. Ich möchte ihnen heute zeigen, wie dies mit Hilfe von Fibonacci-Folgen und eines kleinen Hilfsmitttels möglich ist.

Goldener Schnitt - Wer hat's erfunden?

Sicher können sie mit dem Begriff Goldener Schnitt etwas anfangen. Hierbei wird eine Strecke (oder auch Fläche) in 2 nicht gleichgroße Teilstücke unterteilt, die in sich harmonisch und ästhetisch wirken. Die wenigsten wissen aber, dass hinter dem Streckenverhälnis die Zahl PHI (1,618) steckt. Und diese wiederum über eine Fibonacci-Folge angenähert werden kann. Wenn wir uns ein wenig mit der Theorie auseinandersetzen, können wir uns mit dem erworbenen Wissen ein Fibonacci-Lineal erstellen, mit dessen Hilfe wir sehr einfach goldene Schnitte konstruieren können.

Grundlagen

Fibonacci (Leonardo da Pisa) gilt als bedeutendster Mathematiker des Mittelalters. Berühmt und noch heute unvergessen wurde er durch die sogenannten Fibonacci-Folgen. Diese entsteht, wenn man des Ergebnis der Summe eines benachbarten Zahlenpäarchens als nächste Zahl der Folge festlegt. Das klingt kompliziert, in der Praxis aber einfach nachzuvollziehen. Die folgende Zahlenreihe: 0,1,1,2,3,5,8,13,21,34,55... entsteht indem man die beiden Anfangszahlenwerte 0 und 1 addiert und das Ergebnis als nächste Zahl der Folge verwendet (1). Dann die letzen beiden Zahlenwerte addiert: 1 + 1 = 2; 1 + 2 = 3; 2 + 3 = 5, etc.

Mit steigenden Werte-Paaren nähert sich das Verhältnis dem Wert PHI (1,618) an (z.B. 55/34 = 1,6176). Dies machen wir uns nun zu Nutze und konstruieren ein Fibonacci-Lineal.

Ein "Fibonacci-Lineal" entsteht

Nehmen wir uns einfach ein etwas größeres Zahlenpaar z.B. 34/55 und los gehts. Egal ob sie Photoshop, Illustrator oder Indesign für ihr Layoutentwurf verwenden, in allen Programmen lässt sich ein solches Lineal erstellen und nutzen. Legen sie zunächst eine lange schmale Fläche mit der Länge 34 an. Im Photoshop am besten 34 Pixel, im Indesign und Illustrator 34mm. Fügen sie dann eine andersfarbige Fläche mit Länge 55 Pixel, bzw. 55mm hinzu und gruppieren sie diese. Nun können Sie dies auf benötigte Größen skalieren, durch die Gruppierung bleibt das Verhältnis er beiden Strecken erhalten. Sie können eine um 180 Grad gedrehte Gruppierung hinzufügen und erhalten ein noch universeller einsetzbares Lineal.

Fibonacci-Lineal als download

Damit Sie gleich losgegen können, habe ich Ihnen hier ein solches Lineal als download zur Verfüguung gestellt. Sie können es direkt über die folgenden Textlinks als PSD, INDD, AI oder EPS herunterladen.

Viel Spaß beim Layouten!

 

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Bloggeramt.de