Seo Onpage Optimierung

Mehr Speed auf Ihrer Website durch Bildkompression

veröffentlicht am: 16.05.13, Autor: Peter Scheel

Mehr Geschwindigkeit auf Ihrer Website durch Bildkompression

Wer heute ernsthaft eine Website betreiben möchte, wird dieses Thema nicht mehr ausblenden können: SEO Onpage Optimierung.

Diese umfasst alle inhaltsbezogenen Änderungen einer Website. Wer mit diesem Thema gar nichts anfangen kann, dem kann ich als Einstieg, wie so oft einen Artikel von wikipedia: Suchmaschinenoptimierung empfehlen.

Man findet viele andere Artikel im Internet, die sich damit befassen, wie HTML Tags, header und auch Textinhalte optimiert werden sollten. Das ist gut und wichtig. Der Fokus liegt dabei auf der Optimierung für Suchmaschinen. Dennoch sollte man nie vergessen, dass der eigentliche Hauptgrund einer Website-Entwicklung Menschen und nicht Maschinen sind.

Ich möchte deshalb eine Artikel-Serie genau diesem Thema widmen: Optimierung einer Website in Hinblick auf den Menschen, natürlich auch mit dem Hintergedanken, dass die abgeleiteten Maßnahmen auch Suchmaschinen honorieren werden.

Welche Optimierungen kann man also durchführen, um Benutzern das Surfen auf der eignen Website zu erleichtern? - ein Hauptaspekt ist hierbei sicherlich der Seitenaufbau oder genauer, wie schnell sich eine Seite aufbaut. Hierbei spielt die Größe der zu übertragenden Daten eine große Rolle.

Dies gibt uns erst einmal genug Stoff für einige interessante Artikel. Heute möchte ich mich darauf konzentrieren, Ihnen zu zeigen, wie Sie die Geschwindigkeit des Seitenaufbaus nur durch die Neukomprimierung vorhandener Bilder deutlich steigern können.

Bildkompression = Qualitätsverlust?

Bevor wir starten, noch einige Worte vorab. Bei vielen wird Bildkompression gleichgesetzt mit Qualitätsverlust. Das stimmt aber nicht immer. Sicher, wenn man in einem Bildbearbeitungsprogramm beispielsweise die JPEG-Kompression steigert, so führt dies irgendwann unweigerlich zu Qualitätsverlust, der auch schnell in Form von hässlichen Kanten sichtbar wird.

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten, Bilder in der Dateigröße zu verkleinern, ohne dass dabei ein Qualitätsverlust auftritt.

Ein Beispiel: EXIF-Daten. Mit Digitalkameras aufgenommene Bilder, werden in der heutigen Zeit mit zusätzlichen Daten über Aufnahmeparameter (Blende,Verschlusszeit, Kameratyp, etc) erweitert. Diese Daten werden der Bilddatei angehängt. Wer im Internet auf solche Daten verzichten kann, spart eine Menge Dateigröße ein. Je kleiner das Bild selbst ist, desto größer ist im Verhältnis der Einspareffekt.

Es gibt aber noch anderes Einsparpotential. Diese betreffen beispielsweise den Kompressionsalgorithmus. Es liegt auf der Hand, dass Bildbearbeitungs-, aber auch Kameraprogramme meist zeitoptimiert sind, um eine schnelle Reaktionszeit zu ermöglichen. Bei Bildkompression ist aber meist schnell nicht immer optimal.

Offline-Tools können hier erheblich mehr aus den Bildern herausholen, indem sie bessere, dafür aber zeitintensive Packalgotithmen implementieren. Zwei dieser Tools möchte ich Ihnen heute vorstellen, auch wenn ihre Benutzung und Ergonomie eher an die 80er Jahre erinnert.

JPEG Optimierung

Das erste Tool, was ich Ihnen vorstellen möchte heißt jpegtran. Der Aufruf der Windowsversion erfolgt über die cmdline mit:

   jpegtran.exe -optimize -outfile <myoutfile> <myinfile>

Eine selbst erzeugte Grafik (200x200 px) im Photoshop erstellt, hat mit JPEG-Kompression 7 gespeichert beispielsweise 22924 Bytes (22,3 kByte). Nach der Benutzung von jpegtran nur noch 5202 Bytes (5,08 kByte). Das finde ich erst einmal enorm!

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Dennoch sollte man unbedingt auf die Bildqualität schauen und vergleichen. Wenn möglich nicht mit komprimierten Bildern als Quelle für jpegtran arbeiten. Durch die Benutzung eines anderen Packalgorithums schauen die Bilder auch anders aus - manchmal auch unschärfer. Es bleibt also abzuwägen, ob es die Größenredution wert ist. Jpegtran bietet eine Reihe von Parametern, mit den man spielen kann. Einfach mal ausprobieren.

PNG Optimierung

Ein wares Goldstückchen ist das nächste Tool: optipng. Da das PNG-Format per se verlustfrei speichert, zeigt sich bei Bildbearbeitungsprogrammen meist eine ähnlich Dateigröße. Doch auch das PNG-Format erlaubt andere Packalgorithmen, sodass das Tool optipng auch hier Verbesserungen probieren kann. Das schöne ist, dass das Programm mehrere Varianten durchrechnet und bewertet und dann die bestmögliche anwendet. Manchmal ist der Gewinn miminal - manchmal aber auch erstaunlich groß.

Der Aufruf erfolgt unter Windows auch wieder über die cmdline mit:

   optipng.exe -o7 -out <myoutfile> <myinfile>

Ich konnte keinen Qualitätsverlust an den neu berechneten Bildern erkennen, sodass dieses Tool bei mir immer zum Einsatz kommt.

Also ran an die Bildoptimierung!

 

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